Sächsischer Bote

Dresdner zeigen Mut und Zivilcourage

Geschichte Jüdischer Frauenverein stellt Personen vor, die Juden vorm Holocaust gerettet haben

Sächsischer Bote - Dresdner zeigen Mut und Zivilcourage

Ianina Loxina (l.) und Dr. Elke Preusser-Franke vor einigen der Säulen, auf denen die Lichtwürfel zu sehen sind.
Foto: Ute Nitzsche

Dresden-Altstadt. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ehrt im sogenannten „Garten der Gerechten unter den Völkern“ seit 50 Jahren auch Menschen, die sich mutig dem Naziregime entgegenstellten und oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens jüdischen Nachbarn und geflohenen jüdischen Zwangsarbeitern halfen. Weltweit gab es mehr als 28 000 von ihnen, die in Yad Vashem aufgelistet werden.

Mit der Ausstellung „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ möchte der Jüdische Frauenverein Dresden zehn dieser Personen vorstellen. Die Vernissage findet am 15. August um17 Uhr im Lichthof des Rathauses am Dr.-Külz-Ring statt.

Die Ursprünge des Jüdischen Frauenvereins gehen zurück auf das Jahr 1791. Zu dieser Zeit kamen viele durch Pogrome im zaristischen Russland verfolgte Juden nach Sachsen. Engagierte Jüdinnen organisierten damals Hilfe und Unterstützung für die Neuankömmlinge. Daraus entstand der Jüdische Frauenverein. 1999 wurde er mit gleichem Anliegen als gemeinnütziger Verein wieder gegründet, um soziale Kontakte für aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderte Juden herzustellen und das jüdische Brauchtum zu pflegen. Er hat zurzeit 150 Mitglieder.

Die Ausstellung zeigt neun Lichtwürfel, die nicht nur die Geschichten und Schicksale der deutschen Helfer, sondern auch die Gedenkstätte Yad Vashem selbst vorstellen. „Die Besonderheit im Gegensatz zu unserer ersten Ausstellung ‚Fragt uns, wir sind die Letzten‘ aus dem Jahr 2011, bei der jüdische Zeitzeugen des Holocaust zu Wort kamen, ist, dass wir dieses Mal bewusst auf Deutsche aufmerksam machen wollen, die jüdische Mitbürger gerettet und damit gezeigt haben, dass auch Widerstand von Einzelnen-entgegen gängiger Meinungen- erfolgreich war“, erklärt Vereinsvorsitzende Dr. Elke Preusser-Franke. Sie ist gleichzeitig die Autorin der Ausstellung. Die Idee dazu hatte Boris Loxine vom Freundeskreis des Vereins. Seine Frau Ianina Loxina, stellvertretende Vorsitzende, bereitete die Ausstellungsinhalte redaktionell auf und gestaltete das Infomaterial.

Die Lichtwürfel werden im Rathaus bis zum 16. August gezeigt. Ab September sind sie dann im Oberlandesgericht, am Schloßplatz 1, zu sehen.

www.juedischerfrauenverein- dresden.de                          erschienen am 10.08.2013 (uni)

© Sächsischer Bote Wochenblatt Verlag GmbH


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